Pressemitteilungen

1. Technik und Philosophie im Dialog

 

 

Der vorliegende Text widmet sich einem ebenso alten wie unausgestandenen Thema: dem Verhältnis von Technik und Philosophie. Ein Techniker und ein Politologe, beide seit Jahren mit philosophischen Fragen in Lehre und Forschung vertraut, versuchen sich in einem dem Informationszeitalter angemessenen "symphonischen" Austausch von E-Mails von neuem der vielfältigen Problematik zu nähern und kommen dabei zu teilweise kontroversen Thesen. Ergänzt wird die Korrespondenz durch drei Aufsätze traditioneller Form, welche - wie auch der Mailwechsel - im Rahmen des fachbereichsübergreifenden und interdisziplinären Lehrforschungsprojektes PHILOTEC an der FH Düsseldorf entstanden sind.

 

2. Pressemitteilung der Fachhochschule Düsseldorf vom 21. November 2007

„Philosophie ohne Technik ist arm, Technik ohne Philosophie ist blind”

Rektorat zeichnet interdisziplinäres Projekt PHILOTEC aus

Erstmals vergab heute Nachmittag das Rektorat der Fachhochschule Düsseldorf den mit 5000 Euro dotierten Innovations-Preis zur Unterstützung des innovativsten fachbereichsübergreifenden Projektes im Rahmen der hochschulinternen Forschungs­förderung an die Professoren Dr. Jürgen H. Franz vom Fachbereich Elektrotechnik und Dr. Rainer Rotermundt vom Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften.

Preisverleihung

Das gemeinsame Projekt PHILOTEC – Philosophy & Technology startete zu Beginn des Sommersemesters 2007. Es ist als Studie mit dem Ziel konzipiert, das Potenzial der Philosophie für die Technik zu evaluieren und zu systematisieren.

Da die Technik des beginnenden 21. Jahrhunderts kein isoliertes Phänomen ist, sondern auch eine kulturelle, politische und soziale Dimension hat, wie Kultur, Politik und Gesell­schaft eine technische, tragen sowohl der Ingenieur als auch der Sozialwissenschaftler und Praktiker – etwa in der Sozialarbeit – eine besondere Verantwortung. Technik und Philosophie schließen sich daher nicht aus, sondern können und müssen sich gegenseitig unterstützen. Das heißt: Inwieweit kann beispielsweise eine philosophische Reflexion für die ingenieurtechnische Konzipierung und Planung fruchtbar gemacht werden? Eröffnet ein Wechsel von der Erklärungsperspektive zur Verstehens­perspektive neue Möglichkeiten der Technik­entwicklung? Wie machen sich technische Auffassungen in sozialen Zusammenhängen geltend? Diesen Fragen geht die Studie unter anderen nach.

„Häufig ist es gerade der Perspektivenwechsel, der neue Ansätze erkennen lässt oder Lösungen zu scheinbar unlösbaren Fragen aufzeigt. Obwohl Philosophie und Technik miteinander verwobene Teile einer gemeinsamen Kultur darstellen, sind interdisziplinäre Projekte wie PHILOTEC immer noch rar”, erklärte der Rektor, Prof. Dr. Hans-Joachim Krause. Mit der Entwicklung einer Systematik philosophischer Technikreflexion betreten Studierende und Mitarbeiter der Fachbereiche Elektrotechnik, Medien sowie Sozial- und Kulturwissenschaften gemeinsam ein wenig erforschtes wissenschaftliches Terrain, so der Rektor weiter.